Adventskalender
Blick in die Zukunft – 24 Türchen warten auf Euch!
1. Türchen
2. Türchen
Digital fit ins neue Jahr 2026 – mit Mut, Neugier und Lernfreude!
Die Adventszeit lädt dazu ein, kurz innezuhalten – und zugleich nach vorn zu blicken: Wie können wir den digitalen Wandel in der Sozialwirtschaft so gestalten, dass alle Mitarbeitenden mitgenommen werden und ihre digitalen Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln können?
In unserer digitalen Infoveranstaltung am 29. Januar 2026 von 14:00 bis 14:45 Uhr zeigen wir, wie Organisationen eine lebendige Lernkultur schaffen können, welche Kompetenzen im Berufsalltag wirklich zählen, und wie schon kleine, praxisnahe Schritte den digitalen Wandel voranbringen.
Wann: 29. Januar 2026 | 14:00–14:45 Uhr
Wo: Digital via Zoom
Zur Anmeldung
Alle Infos gibt es hier.
3. Türchen: Mitarbeiter mitnehmen funktioniert nur auf stabilem Fundament
Die Adventszeit bietet eine gute Gelegenheit, sich auch mal wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Es zählt nicht nur das glänzende Neue, sondern das Stabile und uns selbstverständlich Gewordene. Für uns Büroarbeiter*innen ist der Umgang mit dem Computer so allgegenwärtig, dass wir kaum mehr bewusst darüber nachdenken. Oft genug beginnt der Arbeitstag vor dem Bildschirm und endet auch dort.
In der Gesundheits- und Sozialwirtschaft gibt es aber auch viele Mitarbeitende, deren Arbeitstag auf den Stationen und Wohnbereichen bei den Menschen dort beginnt und endet. Denen erscheint der Computer teilweise als Fremdkörper, als notwendiges Übel, oder ist sogar mit Angst verbunden.
Um diesen Kolleg*innen einen Einstieg in die Digitalisierung zu ermöglichen, bieten wir in unserem Präsenztraining „Digitalkompetenz“ eine konkrete Einführung in die grundlegenden Bedienkonzepte des Computers – angepasst auf die konkrete Einrichtung oder den Träger.
2025 haben wir zum Beispiel rund 90 Mitarbeitende in den Alten- und Pflegeheimen der Stadt Wuppertal geschult. Einen Einblick in diese Trainings bekommen Sie in dieser Podcast-Episode des Podcasts „Zukunftsmusik“ der Zentrums für die Zukunft der Arbeit mit unserem Berater und Trainer Dr. Nils Müller von contec GmbH:
4. Türchen
Die Welt schöner machen
Gastbeitrag von Sr. Irmgard Richter - Evangelische Stadtmission Freiburg e.V.
Ich laufe am Garten einer Bekannten vorbei. Der Rasen ist frisch gemäht. Sie arbeitet mit einer Harke, um die Ränder am Weg frei von Gras und Unkraut zu machen. Ich begrüße sie und meine: „Ah, Du machst die Welt schöner!“ Sie antwortet: „Naja, das kleine Stückchen hier…“ Und dann: „Mehr schaffen wir ja sowieso nicht.“
Wie gern würde ich die Welt schöner machen, besser machen, gerechter, freundlicher, gesünder, friedlicher machen! Viel kann ich nicht bewirken. Mein Einfluss ist begrenzt. Aber mein kleines Stückchen Welt, in dem ich lebe – das ist mir anvertraut. Es ist eine Gabe und eine Aufgabe. Ich darf und soll es pflegen und wenn möglich schöner machen.
Wie kann das gehen? Einen Garten habe ich nicht, aber Topfpflanzen auf der Fensterbank. Ich freue mich, wenn meine Wohnung aufgeräumt und sauber ist. Ich versuche, mit den Menschen, die mir wichtig sind, in Kontakt zu bleiben und interessiere mich für sie. Ich befolge gute Regeln (meistens). Ich gebe mir Mühe, Rücksicht auf andere zu nehmen. Ich unterstütze ein Patenkind in Mittelamerika und packe ein Weihnachtspäckchen für einen alten Menschen in der Ukraine. Das ist nicht viel, aber auch nicht nichts. Vielleicht mache ich ja noch mehr, was mir gerade nicht einfällt – und sicher könnte ich noch mehr machen.
Was machen Sie denn so? Welche Ideen haben Sie, um die Welt schöner zu machen?
5. Türchen
Mittendrin statt nur dabei: 6 Tipps für produktive Online-Meetings
Seit der Covid-19-Pandemie gehören Videokonferenzen für viele Berufstätige zum Alltag – sie ermöglichen Abstimmungen und Zusammenarbeit, ohne dass alle am selben Ort sein müssen. Und gerade jetzt im Advent, wenn wir uns bewusst Zeit für Begegnung nehmen, zeigt sich, wie wertvoll es ist, virtuell zusammenzukommen und gemeinsam wirksam zu arbeiten.
Auch unser Zukunftszentrum pulsnetz MuTiG könnte es ohne Videokonferenzen nicht geben – regelmäßige Fahrten zwischen z. B. Karlsruhe, Bochum, Stuttgart und Hof für die notwendigen Abstimmungen wären nicht realistisch. So aber können wir uns mehrfach die Woche in unterschiedlichen Konstellationen zusammenfinden und Trainings entwickeln, TruDi ausrüsten oder Werbematerial gestalten.
Die Zusammenarbeit über Videokonferenzen braucht allerdings ein bisschen mehr Planung als die gemeinsame Arbeit im selben Büro oder das Meeting in Präsenz. Daher haben wir für euch sechs Tipps zusammengestellt, die eure Videokonferenzen entspannter, klarer und produktiver machen.
1. Statten Sie Ihre Mitarbeiter*innen mit Kamera und Headset aus
Genau wie Sie im Alltag auf Ihre Kleidung achten, sollten Sie auch im digitalen Raum darauf schauen, wie Sie anderen Menschen gegenübertreten. Bei Videokonferenzen machen Bild- und Tonqualität einen großen Unterschied – gerade, wenn Sie nach außen auftreten. Mitarbeitende, die häufiger an Videokonferenzen teilnehmen, sollten Sie daher in die Lage versetzen, auch hier einen guten Eindruck zu machen:
Die meisten Laptops haben mittlerweile eine brauchbare Kamera eingebaut. Diese braucht jedoch eine gewisse Menge an Licht – im Zweifel also einfach eine Lampe einschalten, auch wenn es nicht unbedingt nötig erscheint. Wenn Mitarbeitende an einem großen Bildschirm arbeiten, bietet sich eine externe Webcam an, die direkt auf dem Bildschirm platziert werden kann.
Beim Ton sind eingebaute Mikrofone oft unzureichend. Ein Headset liefert deutlich bessere Ergebnisse. Gute Modelle gibt es bereits für 30 bis 50 Euro – eine lohnende Investition.
2. Haben Sie eine Agenda mit Ziel(en) für das Meeting
Schon Meetings in Präsenz profitieren stark von einer klaren Agenda und explizit formulierten Zielen. Für Videokonferenzen gilt dies umso mehr. Wenn Sie ein zielführendes und produktives Meeting haben wollen, nehmen Sie sich also ein paar Tage vorher die Zeit, ein konkretes Ziel zu formulieren und eine Agenda zu erstellen, die darauf hinarbeitet. Ziele könnten z. B. sein:
- Eine Liste von gruppierten Ideen für den Umbau des Essbereichs
- Eine abschließende Entscheidung über die Anschaffung neuer Pflegebetten
- Das Kennenlernen der neuen Kollegin am anderen Standort
- Eine konkrete Liste von nächsten Schritten und Verantwortlichkeiten für die Einführung eines neuen Pflegedokumentationssystems
3. Überlegen Sie genau, wen Sie einladen
Wenn Sie das Ziel für Ihr Meeting geklärt haben, überlegen Sie sich ganz genau, wen Sie einladen wollen, um dieses Ziel zu erreichen. Grundsätzlich gilt: Jede eingeladene Person sollte eine konkrete Funktion bei der Erreichung der formulierten Ziele einnehmen.
Wenn das Meeting ein konkretes Arbeitsergebnis zum Ziel hat – z. B. die Struktur für einen Antrag, eine überarbeitete PowerPoint-Präsentation oder eine interne Nachricht über die Veränderung der Abläufe in der Essensbestellung –, sollten nur die Kolleg*innen beteiligt werden, die konkret an diesem Produkt mitarbeiten können.
Geht es eher darum, Meinungen bzw. Perspektiven einzuholen oder Ideen zu entwickeln, kann sich ein breiterer Personenkreis anbieten – z. B. die Personen, die von den Ergebnissen und Entscheidungen betroffen sein werden. Dann muss dieser Teil aber auch explizit in der Agenda eingeplant sein und in den Zielen für das Meeting berücksichtigt werden.
Laden Sie für eine Videokonferenz lieber zu wenige Personen ein als zu viele und erlauben Sie den Eingeladenen, sich selbst „auszuladen“, wenn sie den Eindruck haben, zu den formulierten Zielen nichts beitragen zu können. So haben Sie eine konzentrierte Arbeitsrunde, die echte Ergebnisse produzieren kann.
4. Sorgen Sie für eine strukturierte Moderation
Mit einem klaren Ziel, einer Agenda und den richtigen Teilnehmenden ist die Grundlage für ein angenehmes und produktives Meeting gelegt. Jetzt braucht es nur noch eine Person, die in dem Meeting darauf achtet, dass Agenda und Ziel immer im Blick bleiben und in der geplanten Zeit auch abgeschlossen bzw. erreicht werden können.
Zentrale Aufgaben sind dabei der ständige Blick auf die Uhr und die Moderation des Gesprächs. Dabei ist es besonders wichtig, ausschweifende Diskussionen „einzufangen“ und die Gruppe wieder auf das Ziel zu fokussieren. In Einzelfällen kann es sich auch anbieten, das Ziel kurzfristig anzupassen – auch das ist eine Aufgabe der Moderation, natürlich in Absprache mit den anderen Teilnehmenden.
5. Schließen Sie mit Zusammenfassung und klaren Vereinbarungen
Am Ende einer Videokonferenz sollte im Idealfall nicht nur ein erreichtes Ziel stehen, sondern auch klare Vereinbarungen über die nächsten Schritte – und wer diese bis wann vornehmen wird.
Denken Sie immer daran, dass Sie die Kolleg*innen aus der Videokonferenz womöglich erst in der nächsten gemeinsamen Konferenz wiedersehen und ihnen nicht auf dem Gang im Büro wortwörtlich über den Weg laufen werden. Jede Absprache, die Sie nicht in der Videokonferenz treffen, braucht ein Hin-und-Her von Mails und Chatnachrichten.
Vereinbaren Sie daher zum Abschluss, wer jetzt konkret was macht, wann Sie wieder zusammenkommen und welches Ziel Sie sich für die nächste Videokonferenz vornehmen – oder ob überhaupt eine weitere Konferenz nötig ist.
6. Nutzen Sie Plattformen für die Zusammenarbeit wie Miro oder auch „nur“ Word
Auch wenn Sie in Videokonferenzen Ihre Kolleg*innen sehen können, ist die Kommunikation hier doch stark auf das Hören fokussiert. Gerade, wenn Sie an konkreten Fragen und Zielen arbeiten – was Sie, wie oben gesehen, eigentlich immer tun sollten – hilft es sehr, wenn man diese konkreten Fragen, Ideen, Gedanken und Argumente dabei vor Augen hat.
Nutzen Sie daher während Ihres Meetings eine Visualisierungshilfe – teilen Sie zumindest Ihren Bildschirm mit dem Word-Dokument oder der Präsentation, um die es gerade geht. Sie können auch während des Meetings gemeinsam in diesem Dokument arbeiten, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind. So ergeben sich ganz andere produktive Dynamiken.
Für komplexere Meetings oder solche mit mehr Teilnehmenden bietet sich ein sogenanntes Online-Whiteboard wie ConceptBoard oder Miro an. Hier können Sie die Agenda sowie wichtige Informationen wie Links hinterlegen und Teilnehmende können ihre Gedanken gleich selbst auf Notizzetteln festhalten. Auch für die Dokumentation der Veranstaltung – z. B. die oben erwähnten Vereinbarungen – bietet sich ein solches Board an, das auch im Anschluss von allen aufgerufen werden kann.
Das waren also unsere sechs Tipps für produktive Videokonferenzen. Die Tipps 2 bis 5 gelten im Grunde auch für Präsenz-Meetings – ihr Fehlen lässt sich in Videokonferenzen aber schwieriger ausgleichen.
Diese Tipps sind auch ein kurzer Einblick in unser Online-Training Digitale Kommunikation, zu dem Sie sich jetzt kostenlos anmelden können. Hier geht es um die Eigenheiten digitaler Kommunikationsformen wie E-Mail, Chat bzw. Messenger, Videokonferenzen sowie kollaborativem Arbeiten – und darum, wie Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft diese strategisch und geplant einsetzen können.
6. Türchen
Von kleinen Taten mit großer Wirkung
Waltraud, das kleine, kuschelige Etwas, sitzt wie jeden Morgen auf dem Schreibtisch in der pulsnetz-Abteilung. Doch sie ist nicht einfach nur Deko. Waltraud hat eine besondere Gabe: Sie kann freundlich quieken und ihren Kopf bewegen, als würde sie sagen: „Hey, kurze Pause gefällig?“
An stressigen Tagen, wenn die To-do-Listen länger werden, hebt Waltraud manchmal plötzlich den Kopf und gibt ein leises, fröhliches Quiek von sich. Sofort schauen alle auf, lächeln und für ein paar Sekunden sind alle wieder bewusst im Moment. Ein paar Worte werden ausgetauscht, ein Kaffee für alle gemacht oder ein kleiner Snack geteilt. Waltraud schaut zu und nickt oft zustimmend, wie ein zufriedener, kleiner Begleiter für etwas Achtsamkeit im Alltag.
Auch in der Adventszeit schafft es das kleine Robotertier unser Team daran zu erinnern, dass echte Begegnung zählt: ein Blick, ein Lächeln, ein kurzes Gespräch. So wird Waltraud zum Symbol für die Adventsfreude: leise, aber wirkungsvoll. Denn auch am Nikolaustag braucht es keine großen Geschenke, manchmal reicht ein freundliches „Quieken“, um den Tag etwas heller zu machen :-)
Mehr über Waltraud & andere Technologien aus unserem Truck der Digitalisierung bei pulsnetz Mutig erfahren? Dann schaut mal in unsere Inventarliste.
7. Türchen
Glaube, Hoffnung – und KI?
Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung: Wir halten inne, sehnen uns nach Hoffnung und Vertrauen in einer gesellschaftlich und politisch herausfordernden Zeit und suchen nach etwas, das uns trägt. Viele Menschen wenden sich in diesen Wochen der Besinnung bewusst ihren inneren Fragen zu – Fragen nach Sinn und Orientierung. Und immer häufiger richten sie diese Fragen an ein ungewöhnliches Gegenüber: an die Künstliche Intelligenz.
Es geht längst nicht mehr nur um praktische Informationen oder technische Hilfestellungen. Menschen kommen mit ihren Sorgen und mit spirituellen Fragen. Woher kommt diese Spiritualität, die eine KI mir geben kann? Ist sie wirklich etwas Technisches, ein Echo des Algorithmus? Oder kann künstliche Intelligenz spirituell oder religiös werden? Ist es etwas rein Menschliches oder etwas Göttliches?
Claudia Paganini wagt in ihrem Buch „Der Neue Gott – Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche“ eine provokante These: KI könne, zumindest in der Wahrnehmung mancher Menschen, Gott-ähnliche Züge annehmen. Sie ist jederzeit verfügbar, scheint unerschöpfliches Wissen zu besitzen und ist auf Knopfdruck an unserer Seite. Und tatsächlich: Manche göttlichen Eigenschaften – Allwissenheit, Allgegenwart, Transzendenz – lassen sich leicht in technische Kategorien übersetzen.
KI erscheint „allwissend“ durch ihre Datenfülle, „allgegenwärtig“ durch Smartphones und Sprachassistenten, „nahbar“ durch Interfaces, die uns mit sanfter Stimme antworten.
Die Gefahr liegt darin, KI- Systemen Fähigkeiten zuzuschreiben, die sie nicht besitzen. KI-Lösungen können keine echte Gemeinschaft ersetzen, keine echte Vergebung schenken, keine echte Beziehung eingehen. Das, was christliche Spiritualität im Kern ausmacht, entzieht sich der KI. Der menschliche Umgang mit Sinn, Beziehung zu Gott, Menschsein, Endlichkeit – all das wird durch KI nicht vollständig erfasst oder ersetzt.
Und doch erinnert uns Papst Leo XIV. in einer Botschaft an die Universität Gregoriana: „Künstliche Intelligenz entsteht, wie jede menschliche Erfindung, aus der kreativen Fähigkeit, die Gott uns anvertraut hat. (...) Das bedeutet, dass technologische Innovation eine Form der Teilhabe am göttlichen Schöpfungsakt sein kann. Als solche hat sie ethisches und spirituelles Gewicht, da jede Programmierungsentscheidung eine Vision des Menschlichen zum Ausdruck bringt.“
So können KI-Lösungen im Advent natürlich eine hilfreiche Begleitung sein: ein Werkzeug der Reflexion, Impulsgeber auf dem inneren Weg, vielleicht sogar ein Ort, an dem sich Menschen erstmals trauen, ihre spirituellen Fragen zu stellen. Aber sie dürfen nie an die Stelle echter Beziehung treten. Advent bedeutet Warten auf ein Licht, das menschlich wurde.
Eine KI kann dieses Licht nicht ersetzen – aber sie kann uns vielleicht daran erinnern, wonach wir suchen.
8. Türchen
Mein Beruf macht mich krank? Was nun – und wie passt das unter den Weihnachtsbaum?
Die Adventszeit ist da. Kerzen brennen, Plätzchen duften und trotzdem fühlen sich manche im Job eher wie der Grinch als wie Santa. Beruflich bedingte Belastungen können uns alle treffen, manche sogar besonders hart. Aber keine Sorge: Wir haben ein Geschenk für dich, das nicht unter den Baum passt, sondern in deinen Alltag – Wissen und Unterstützung!
Im kostenfreien Vortrag von Tobias Ruppenthal (BGW) erfährst du
✨ welche Berufskrankheiten besonders häufig auftreten,
✨ welche Voraussetzungen für eine Anerkennung gelten und
✨ welche individuellen Maßnahmen die BGW bietet, um früh gegenzusteuern.
Jetzt anmelden und dabei sein
17. Dezember 2025, 10:30-12 Uhr
kostenfrei und digital
9. Türchen: Wunschzettel Digitalisierung
Mit Weihnachten naht auch die Zeit der Geschenke und Wünsche, und was gibt es hierfür Besseres als einen Überblick über all die schönen Dinge, welche es da draußen gibt, und die man haben wollen könnte? Gleichzeitig kann einen die schiere Auswahl auch überfordern – da braucht es kompetente Unterstützung, um sich zu orientieren.
Im Hinblick auf die Digitalisierung der Gesundheits- und Sozialwirtschaft bietet unsere TruDi (der „Truck der Digitalisierung“) genau diese Kombination: mehr als 50 digitale Technologien, die die alltägliche Arbeit besser, entspannter und effizienter machen, und Begleitung durch unsere umfassend geschulten Trainer*innen – ideal für den diesjährigen Wunschzettel.
Einen Einblick in unsere Technologiewerkstatt mit TruDi bietet unsere Beraterin und Trainerin Désirée Neeb von der Hochschule Hof im Gespräch mit Elisabeth Scharfenberg im Podcast „Fokus Pflege“ der Korian-Stiftung.
10. Türchen
KI - Utopie, Dystopie oder etwas Drittes?
KI polarisiert. Die gesellschaftliche Debatte schwankt zwischen Enthusiasmus und Skepsis, Innovation und Angst vor Kontrollverlust. Oft scheint es, als müssten wir uns entscheiden: Utopie oder Dystopie?
Doch vielleicht ist die Realität komplexer und bietet damit Raum für ein drittes Konzept.
Die Verheißung der Utopie
Für viele wirkt KI wie ein lange versprochener Heilsbringer, der uns endlich von unliebsamen Arbeiten befreit. Ob automatisierte Dokumentation, kreative Ideenfindung oder Übersetzungen in Sekundenschnelle – die Wunschliste ist lang.
In einer perfekten Welt entsteht eine Arbeitsumgebung, in der sich Menschen wieder auf das konzentrieren können, was uns ausmacht: Kreativität, Empathie, kritisches Denken und zwischenmenschliche Beziehungen. Die Sozialwirtschaft könnte produktiver arbeiten, Mitarbeitende neue Kompetenzen entwickeln und gleichzeitig entlastet werden und gesellschaftliche Innovationen gewinnt an Tempo. KI würde hier nicht die Mitarbeitenden ersetzen, sondern die menschlichen Fähigkeiten erweitern und Raum für die Arbeit mit den Klient*innen schaffen.
Die Angst vor der Dystopie
Der dystopische Blick richtet sich hingegen auf Kontrollverlust, Automatisierung von Jobs, algorithmische Fehler und Abhängigkeiten von großen Tech-Unternehmen.
Wo Maschinen über die Arbeit entscheiden, geht Menschlichkeit verloren. Wo automatisiert wird, geraten Menschen unter Druck. Wo Daten der Treibstoff sind, drohen Privatsphäre und Mitbestimmung zu bröckeln.
Diese Sorgen sind nicht unbegründet, doch sie sind auch nicht unausweichlich.
Die entscheidende Frage ist: Wie gestalten wir die Zukunft aktiv?
Ob KI zur Utopie oder Dystopie wird, ist keine naturgegebene Entwicklung. Sie hängt maßgeblich davon ab, wie wir die Technologie einsetzen – rechtlich, organisatorisch und gesellschaftlich. Wird KI zu einem Werkzeug, das die Arbeit erleichtert? Oder wird sie vor allem zur Kostenreduktion genutzt – auf Kosten von Menschen und Versorgungsqualität?
Zwischen Schwarz und Weiß liegt der Raum der Gestaltung. Und genau dort beginnt eine spannende Alternative: Die Antidystopie. Der Begriff der Antidystopie beschreibt weder eine perfekte noch eine hoffnungslose Zukunft, sondern eine, in der wir aktiv verhindern, dass dystopische Entwicklungen Realität werden. Es geht darum Risiken bewusst zu benennen, transparente Lösungswege zu schaffen, Verantwortung klar zu definieren und KI als Werkzeug zu verstehen, das uns dient und nicht ersetzt. Eine Antidystopie entsteht durch aktive Mitgestaltung und durch demokratische Prozesse. Sie bedeutet: Wir akzeptieren, dass KI ein machtvolles Instrument ist und übernehmen die Verantwortung, sie verantwortungsvoll einzusetzen.
KI ist weder reine Utopie noch zwangsläufige Dystopie. Sie ist ein Möglichkeitsraum, der von unseren Entscheidungen geprägt wird. Vielleicht ist es deshalb Zeit, den Blick von extremen Zukunftsbildern zu lösen und stattdessen die Antidystopie ernst zu nehmen: Eine Zukunft, die weder blind optimistisch noch lähmend pessimistisch ist, sondern bewusst gestaltbar.
11. Türchen
Virtuell zusammenfeiern: So entsteht Nähe trotz Distanz
Zusammen feiern – das geht längst nicht mehr nur im festlich geschmückten Raum. Auch digital können Teams Nähe, Leichtigkeit und Gemeinschaft erleben. Wenn Standorte weit auseinanderliegen oder Schichtpläne wenig Spielraum lassen, wird das virtuelle Treffen zur wertvollen Chance: für Austausch, Spaß und Verbundenheit.
Doch wie wird eine digitale Feier mehr als ein Videocall mit Weihnachtsmütze? Mit etwas Kreativität, klarer Struktur und der Bereitschaft, Neues auszuprobieren, entstehen überraschend lebendige und persönliche Momente. Hier einige bewährte Ideen – unkompliziert, abwechslungsreich und garantiert ohne KI-Gedichte.
Wichteln per Post
Das klassische Wichteln funktioniert auch online. Nach einer anonymen Auslosung verschicken die Teilnehmenden kleine Geschenke per Post oder Hauspost. Während der Feier werden die Päckchen gemeinsam geöffnet – ein Moment, der sofort Nähe schafft und die Veranstaltung warm einleitet.
Tipp: Auch „digitales Wichteln“ ist möglich, etwa mit persönlichen Empfehlungen zu Podcasts, Rezepten oder Lieblingsliedern, die vorab geteilt werden.
Mini-Challenges für alle
Digitale Feiern leben davon, dass alle mitmachen. Kurze, humorvolle Aktionen lockern die Stimmung und holen auch stille Teilnehmende ins Boot.
Zeichen-Challenge: In 60 Sekunden malen die Teilnehmenden eine Aufgabe, z. B. „Ein Weihnachtsmann, der zu spät kommt“ oder „Ein Pinguin auf dem Weg zur Feier“. Die Ergebnisse sorgen meist für viele Lacher.
Hintergrund-Bingo: Jede Person wählt einen besonderen virtuellen Hintergrund. Danach wird geraten: Wer hat welchen Hintergrund gewählt – und warum?
Dresscode mit Augenzwinkern: Vorschläge wie „Oben festlich, unten egal“, „Gold & Glitzer“ oder „Etwas Rotes“ bringen Leichtigkeit ins Spiel.
Musik verbindet
Gemeinsames Singen klappt online selten, doch Musik schafft trotzdem Nähe.
Gemeinsame Playlist: Jede Person steuert vorab zwei Lieblingssongs bei. Während der Feier werden einzelne Titel kurz angespielt.
Musik-Quiz: Fünf Sekunden eines bekannten Winter- oder Weihnachtssongs reichen, um den Titel zu erraten.
Teamvideo: Jede Person filmt einen kurzen Moment – ein Lachen, ein Winken, ein Objekt. Zusammengeschnitten entsteht ein persönliches Video als stimmungsvoller Einstieg.
Spiele, die online funktionieren
Viele einfache Spiele lassen sich problemlos digital umsetzen – vorausgesetzt, sie sind leicht zu erklären und schnell spielbar.
Codenames Online: Ein Teamspiel, bei dem Begriffe anhand von Hinweisen erraten werden. Es fördert Zusammenarbeit und sorgt für lebhafte Diskussionen.
Skribbl oder andere Zeichenspiele: Eine Person zeichnet, die anderen raten – einfach, schnell und unterhaltsam.
Wer bin ich?: Eine Person denkt sich eine Figur aus, die anderen stellen Ja/Nein-Fragen. Funktioniert ohne zusätzliche Tools.
GeoGuessr: Gemeinsam erraten, wo auf der Welt eine zufällige StreetView-Szene liegt. Besonders stimmungsvoll mit winterlichen Orten.
Bullshit-Bingo: Vorab werden typische Floskeln digitaler Feiern gesammelt („Ton an!“, „Du bist auf Mute!“, „Ich teile mal meinen Bildschirm“). Wer eine Reihe voll hat, meldet sich – humorvoll und locker.
2 Wahrheiten und 1 Lüge: Jede Person nennt zwei wahre und eine erfundene Aussage über sich. Die Gruppe rät, was stimmt. Ein persönlicher Icebreaker.
Auszeichnungen: Zum Abschluss können kleine Preise vergeben werden – etwa für das beste Outfit oder den kreativsten Hintergrund.
Raum für Wertschätzung
Feiern bleiben in Erinnerung, wenn sie Raum für Dankbarkeit und persönliche Botschaften bieten.
Dankbarkeitsrunde: Jede Person schreibt eine kurze Wertschätzung für eine andere aus dem Team. Diese werden anonym oder offen vorgelesen.
Wünsche fürs neue Jahr: Reihum formulieren die Teilnehmenden einen Wunsch für das Team oder die Zusammenarbeit im kommenden Jahr. Das schafft einen verbindenden Abschluss.
Besondere Momente schaffen
Digitale Kerzenrunde: Zu Beginn zündet jede Person eine Kerze (oder LED-Kerze) an. Das erzeugt sofort eine gemeinschaftliche Atmosphäre.
Mini-Galerie: Alle laden ein Foto hoch – etwa einen Moment, der ihnen im Jahr wichtig war, oder etwas, für das sie dankbar sind. Gemeinsam wird die Galerie betrachtet.
Show & Tell – Festtagsedition: Jede Person zeigt einen Gegenstand, der zur eigenen Winter-, Advents- oder Familienkultur gehört. So entsteht ein persönlicher, respektvoller Austausch.
Wenn Sie sich auch dafür interessieren, wie digitale Zusammenarbeit im Alltag gelingen kann, empfehlen wir unseren Beitrag „Mittendrin statt nur dabei: 6 Tipps für produktive Online-Meetings" (Türchen 5). Dort zeigen wir, wie Teams online strukturiert, effizient und kollegial zusammenarbeiten können.
12. Türchen
Mut zum Loslassen
Innovation? Klar! Aber was ist mit Exnovation?
In der Pflegebranche ist der Ruf nach Innovation allgegenwärtig: neue Technologien, moderne Konzepte, frische Ideen – all das soll die Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der steigenden Kosten bewältigen helfen. Doch während Innovationen gefeiert werden, bleibt ein anderer, ebenso wichtiger Prozess oft unbeachtet: die Exnovation. Was verbirgt sich dahinter?
Exnovation bedeutet, sich bewusst von überholten Praktiken, Prozessen oder Technologien zu verabschieden, die nicht mehr wirksam sind oder nicht mehr zur Strategie passen. Es ist das Gegenteil von Innovation – und doch ihr notwendiger Partner. Denn nur, wenn wir Altes loslassen, schaffen wir Raum für Neues. In der Altenpflege kann Exnovation bedeuten, Routinen zu hinterfragen, liebgewonnene, aber ineffiziente Abläufe zu beenden oder sich von dem zu trennen, was sonst nicht mehr zeitgemäß ist.
Warum ist Exnovation gerade in der Altenpflege wichtig?
Die Altenpflege steht unter enormem Druck: steigende Anforderungen, knappe Ressourcen, hohe Erwartungen von Bewohnern und Angehörigen. Oft wird versucht, mit immer neuen Ansätzen und Innovationen gegenzusteuern. Doch manchmal ist der bessere Weg, bewusst mit etwas aufzuhören. Exnovation hilft, Ressourcen freizusetzen, Komplexität zu reduzieren und den Fokus auf das Wesentliche zu legen.
Exnovation ist auch Veränderungsarbeit
Wie in jedem Changemanagement kann auch Exnovation nicht einfach verordnet werden. “Das haben wir schon immer so gemacht”, ist wahrscheinliche das bekannteste Zitat, dass alle Bemühungen erst einmal stoppt. Daher gilt auch hier: Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden mit ein, erklären Sie, wofür das Loslassen wichtig ist, erproben Sie die Veränderung, bevor sie im ganzen Betrieb umgesetzt wird. Während Innovation immer bedeutet: “Noch etwas Neues on top dazu”, hat Exnovation jedoch den Vorteil, dass sie erst einmal Platz schafft. So kann sie eine Hilfe sein, einer späteren Innovation mehr Akzeptanz zu verschaffen.
Fazit: Der gute Vorsatz für 2026
Zum Jahreswechsel werden traditionell neue Projekte gestartet, neue Ziele gesetzt, neue Routinen eingeführt. Wie wäre es diesmal mit einem anderen Vorsatz? Statt etwas Neues zu beginnen, könnten wir uns vornehmen, mit etwas Altem aufzuhören.
Mut zur Exnovation – Frohes Loslassen!
13. Türchen
Kommunikation, KI und Nähe – ein Thema für die Pflege?!
Social Media oder Podcasts – das sind schon lange keine Fremdwörter mehr in der Sozialwirtschaft. Fleißig wird gepostet, repostet und geliked. Es gilt nach außen sichtbar zu sein, um potenzielle Kunden und Mitarbeitende anzusprechen und auf dem Laufenden zu halten. Das gelingt mit Bildern und Eindrücken aus dem Alltag besonders gut.
Dazu kommt, dass die GenZ deutlich aktiver im Netz unterwegs ist als die Vorgängergenerationen: YouTube Chanels und Instagram Accounts werden abonniert, auf LinkedIn Personen und interessanten Threads gefolgt, TikTok gibt in Videokurzformaten Input zu allen Belangen des Lebens – und die KI steuert über Algorithmen, was als nächstes gezeigt wird, um möglichst lange Verweildauern auf den Plattformen zu erreichen (Stichwort Katzenvideos).
Im Berufs- und Privatleben chatten und sprechen wir mit Chatbots z.B. bei Service Hotlines. Im letzten Jahr ist mir aufgefallen, dass die Interaktion immer „echter“ und menschenähnlicher wird. Wie ist das möglich? Es liegt an der Weiterentwicklung der KI – genauer der Large Language Models (LLMs). Was für einige von uns vielleicht noch befremdlich anmutet, wie z.B. die Interaktion mit KI, wird für die nächste Generation wahrscheinlich Normalzustand sein und nicht mehr hinterfragt werden. An vielen Stellen wird sich so die Kommunikation verändern.
Was ist aber mit den betreuten Menschen? Kommt auch hier KI in der Kommunikation vermehrt zum Tragen? Erwiesen ist, dass Menschen Kontakt brauchen, um glücklich und zufrieden zu leben, Krankheiten sowie psychische Probleme zu vermeiden oder zu reduzieren. Zudem ist Ansprache essenziell, um kognitiv fit zu bleiben bzw. den Status Quo so lange wie möglich zu erhalten.
In Zeiten, in denen Fach- und Betreuungskräfte überlastet bzw. zeitlich eng getaktet sind, kann KI eine zusätzliche Unterstützung bieten. Insbesondere dann, wenn Betreuungsumfänge oder Bedarfe sich plötzlich verändern. Die klassischen Ansatzpunkte wie Videocalls etc. möchte ich hier gar nicht weiter ausführen.
Es gibt inzwischen jedoch weitere spannende Lösungsideen, die noch nicht unbedingt im Kontext der Sozialwirtschaft erprobt wurden, z.B. sogenannte „KI-Freunde“ - digitale Begleiter, meist in Form von Chatbots oder Avataren, die mittels künstlicher Intelligenz menschliche Interaktionen simulieren. Sie können u.a. emotionale Unterstützung geben, Alltagsorganisation unterstützen oder zur Unterhaltung beitragen.
Einsatzszenarien für KI sind neben Alltagsunterstützung auch Motivation und Coaching (was u.a. auch für Mitarbeitende interessant sein kann), Lernunterstützung oder mentale Wellness. Vielleicht hat der ein oder andere schon von psychologischer Erstbetreuung mittels Therapie-Chatbots wie Woebot, Wysa oder Aury gehört. Sie bieten eine erste Anlaufstelle für Menschen mit Hemmungen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Spanien gibt es z.B. eine KI-Anwendung im Rahmen von Abhängigkeitserkrankungen, auf der Grundlage von Evidenz-basiertem Verhalten, die emotionale Verhaltensmuster per Stimmanalyse auswertet und damit ein Frühwarnsystem in Bezug auf Rückfälle und Risiken generiert.
Ein für die Menschheit entscheidendes Thema, auch für Menschen in Betreuung, bleibt jedoch oft ausgespart, nämlich Sexualität. Kann KI unterstützen, um Menschen mit Einschränkungen oder in Pflegeeinrichtungen ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen – inklusive der Dimension Sexualität – mit dem Ziel der Teilhabe und Würde? Kann es einer falschen Kanalisierung wie verbaler oder körperlicher Übergriffe auf das Personal entgegenwirken?
Ist Nähe zu simulieren ok - und wo sind die Grenzen? Fragen, auf die Antworten nicht so leicht zu geben sind. Denn neben Chancen, wie der Reduktion von Einsamkeit, bergen KI-Anwendungen auch Risiken, wie z.B. Abhängigkeit und Reduktion realer Kontakte sowie Missbrauch.
Eigentlich wollte ich einen Impuls über Kommunikation der Zukunft schreiben und bin dabei weit abgedriftet. Was kann also das Fazit sein? Aus meiner Sicht darf die wahre Begegnung, bei der Menschen auf allen Ebenen miteinander in Kontakt sind nicht auf der Strecke bleiben. Hier entsteht Emotion und damit Nähe und Vertrauen. Das Gegenüber vollumfänglich wahrzunehmen und daraus Schlüsse zu ziehen, was jetzt notwendig ist - das kann die KI nicht, sondern „noch“ nur der Mensch. Aber wo geht die Reise in der Zukunft hin?
14. Türchen
Alle Jahre wieder
Gastbeitrag von Pfarrer Rainer Heimburger - Evangelische Landeskirche in Baden
Nach der Christmette spricht mich ein Mann an: „Wissen Sie, ich komme ja eigentlich nur einmal im Jahr in die Kirche, aber immer erzählen Sie da die gleiche Geschichte.“ Ist so!
Ist ja auch im Radio so. „Last christmas“ von WHAM und „Driving home for christmas“ von Chris Rea und „Jingle Bells“ sowieso. Und im Fernsehen: Zur Einstimmung das „Adventsfest der 100.000 Lichter“ mit Florian Silbereisen. „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und „Der kleine Lord" – alle Jahre wieder. Und am Heiligen Abend machen es die meisten wie die Hoppenstedts von Loriot: Nach dem Abendessen werden die Kerzen am Baum angezündet. Dann werden die Geschenke ausgepackt. Danach ist Fernsehen dran und „dann wird’s gemütlich.“
In einer Zeit, in der sich vieles so schnell verändert, ist es gut, dass es Dinge gibt, die gleichbleiben. Als Jugendlicher fand ich das öde. Als Erwachsener leuchtet mir das mehr und mehr ein: Man kann sich darauf verlassen, dass das, was einem guttut, auch wiederkommen wird.
Apropos „guttut“: Auch in diesem Jahr gibt’s in der Alten Försterei bei Union Berlin und BVB in Dortmund wieder ein Weihnachtsliedersingen. Zehntausende singen gemeinsam „O du fröhliche“, „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Stille Nacht“, die Klassiker eben. Man braucht andere um sich herum, besonders an Weihnachten. Menschen, die mit einem feiern, vielleicht sogar singen. Tut gut, gerade heutzutage; nicht nur im Stadion, sondern auch zuhause und in der Kirche.
15. Türchen: Inspiration im Advent – Digitalisierung in der Pflege
Digitalisierung in der Pflege – aber was bedeutet das eigentlich? In dieser Podcast-Folge spricht unser Berater und Trainer Daniel Muz von der Diakonie Baden darüber, warum Digitalisierung nicht gleich Robotik ist. Stattdessen zeigt er, wie viele kleine, smarte Technologien echten Mehrwert schaffen können – gerade in der operativen Pflege, zum Beispiel bei der Wunddokumentation.
Doch Technik allein reicht nicht: Auch die Schulung und Sensibilisierung von Führungs- und Fachkräften für Changemanagement und Digitalisierungsstrategien sind entscheidend, um den Wandel erfolgreich zu gestalten.
Mach es dir gemütlich, genieße die winterliche Stimmung draußen und hör bei einer warmen Tasse Tee rein – erfahre, wie Digitalisierung Pflege menschlicher und zugleich effizienter macht und warum der Faktor Mensch dabei unverzichtbar bleibt!
16. Türchen
Wir von pulsnetz.de bedanken uns für ein energiegeladenes Jahr 2025 – und zeigen zum Abschluss unsere Superkräfte, mit denen wir dich auch 2026 weiter begleiten!
Feiere mit uns, was uns alle stark macht: Gemeinschaft & Teamgeist. Denn Alltagsheld*innen entstehen nicht durch Zufall – sie entstehen durch Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt. Das (er)leben wir jedes Jahr aufs Neue.
Wir wünschen schöne Feiertage & einen glücklichen Start ins neue Jahr.
Herzliche Grüße
Euer pulsnetz.de-Team
17. Türchen
Die wirklich guten Geschenke
Die Kerzen leuchten am Baum, der Duft von Lebkuchen und Punsch zieht durch die Wohnung und in der Küche warten Kartoffelsalat und Würstchen. Unter dem Baum locken bunt verpackte Geschenke und aufgeregte Kinder hibbeln der Bescherung entgegen.
Einige dieser Geschenke entpuppen sich als unerwünschte Socken und andere als knallbuntes Plastikspielzeug, das nach ein paar Minuten mit abgebrochenem Teil unbeachtet in der Ecke landet. Für besonders große Wünsche war dieses Jahr leider nicht genug Geld da. Doch dieses eine auf den ersten Blick unscheinbare Geschenk, das wird bald aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken sein.
Wie diesen Kindern am Heiligabend geht es auch der Pflege, wenn wir auf das bunte und vielfältige Angebot an Technologien und Programmen schauen, die uns in Verwaltung und Pflege das Leben erleichtern könnten: Manche dieser Angebote entpuppen sich beim genaueren Hinsehen als doch nicht wirklich hilfreich, andere verschwinden nach wenigen Monaten bereits wieder vom Markt oder verlassen nie das Stadium eines Prototyps. Und Geld? Nun ja…
Doch dann sind da die unaufgeregten Hilfen, die sich tief in unsere Arbeit einbetten und schon bald aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Nicht bunt, nicht laut, sondern zuverlässig und tatsächlich hilfreich. Irgendwo darin findet sich vielleicht auch ein durchdacht platziertes Stück Plastik – äh, KI – aber die Struktur ist robust und zuverlässig.
Suchen wir zusammen nach genau diesen Geschenken; denen, die unser Leben besser machen und auf die wir uns verlassen können. Dazu müssen wir hinschauen, zuhören, ausprobieren und nachdenken – auch 2026 und darüber hinaus.
Lust zu stöbern? Wir von pulsnetz MuTiG helfen gerne weiter – mit individuellen Beratungen, Trainings, Wissen und der Möglichkeit, Technologien auszuprobieren – kostenfrei!
18. Türchen
Mut zur Auszeit – Zeit zum Innehalten
Die Adventszeit lädt uns ein, einen Gang zurückzuschalten, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Vielleicht ist das genau der richtige Moment, um über das kommende Jahr nachzudenken.
Eine besondere Idee dafür: die pulsnetz Klostertage. Vom 29. bis 31. Juli 2026 hast du die Gelegenheit, drei Tage lang innezuhalten, aufzutanken und bewusst Zeit für dich zu nehmen – in einer inspirierenden und wohltuenden Atmosphäre.
19. Türchen
Aufschieben bis Heiligabend?
Die Geschenke sind noch nicht besorgt, einen Weihnachtsbaumständer müsste man auch noch kaufen und wo war noch gleich die funktionstüchtige Lichterkette? – Aber hey, erstmal einen Tee trinken, Plätzchen genießen und „Last Christmas“ zum 47. Mal hören, oder?
Willkommen im Advents-Club der Prokrastinierer!
Warum wir Dinge aufschieben (und wie wir das ändern), erfährst du in dieser Herzschlag-Podcastfolge – damit du nicht erst am 24. hektisch durch die Stadt rennst – und auch 2026 stressfrei startest.
BGW Herzschlag Podcast #134
Prokrastination: Warum wir aufschieben – und wie wir endlich anfangen
20. Türchen
Vom Weihnachtschaos zur Roadmap: Digitalisierung mit System
Der Baum steht schief, die Lichterkette blinkt nur sporadisch – und die Digitalisierungsstrategie? Hängt noch irgendwo zwischen Pflege, Verwaltung und EDV.
Gute Nachrichten: Wie ein pulsnetz MuTiG Training die Fäden sortiert hat – mit Digitalisierungscheck, Stakeholderblick und einer klaren Roadmap – zeigen wir an einem konkreten Beispiel.
Unser Lebkuchen kurz vor Weihnachten: Wie aus digitalem Durcheinander ein klarer Fahrplan wurde:
21. Türchen
Die Weihnachtsstern-Retrospektive – Ein Moment der Besinnung
Der Advent ist eine Zeit des Innehaltens. Der Advent lädt uns ein, langsamer zu werden, zuzuhören und uns auf das Wesentliche zu besinnen. Die Weihnachtsstern-Retrospektive knüpft daran an: wir blicken gemeinsam zurück, erkennen Neues und richten uns bewusst auf das kommende Jahr aus.
Die Elemente der Weihnachtsstern-Retrospektive
Richtung – Wo wünsche ich mir Orientierung?
Welche Fragen beschäftigen dich? Wo wünschst du dir mehr Klarheit, Richtung oder Austausch im Team? Formuliert, wo ihr noch Unterstützung benötigt.
Licht – Was gibt mir Kraft?
Was sind deine kleinen (oder großen) Lichtquellen im Arbeitsalltag? Was gibt dir Motivation, Freude oder Stärke – im Team, im Projekt oder im Miteinander? Hier geht es darum, bewusst wahrzunehmen, was uns trägt.
Zeit – Was wird noch lange strahlen?
Was habt ihr als Team geschaffen, das nachhaltig positiv wirkt? Welche Momente verdienen es, besonders gewürdigt zu werden? Das Bewusstmachen solcher „Langzeitsterne“ stärkt den Teamgeist.
Sternenbild – Welche Sterne können wir verbinden?
Welche Themen oder Erfolge hängen zusammen? Wo ergeben sich Muster, die wir weiterverfolgen sollten? Welche Verbindungen stärken unser gemeinsames Wirken? So entsteht ein Gesamtbild, das Orientierung gibt.
Ladet euer Team ein, es auszuprobieren. Sie eignet sich ideal für Jahresabschlüsse, Teammeetings im Dezember, letzte gemeinsame Momente vor der Winterpause – analog oder digital. Ganz egal wie: Die Weihnachtsstern-Retrospektive schafft Orientierung. Dabei entsteht ein Raum, der verbindet – und das Team mit einem guten Gefühl ins neue Jahr starten lässt.
22. Türchen
Durchatmen – Entspannung inmitten des Adventstrubels
Die letzten Tage vor Weihnachten sind oft voller To-dos: Geschenke besorgen, Plätzchen backen, den Baum schmücken. Da bleibt die eigene Ruhe schnell auf der Strecke. Genau jetzt ist der richtige Moment, einmal tief durchzuatmen und dir bewusst Zeit für dich zu nehmen.
Autogenes Training kann dabei helfen, Stress abzubauen, neue Energie zu tanken und entspannt durch den Trubel zu kommen – nicht nur in der Adventszeit, sondern auch im neuen Jahr. Die Methode ist einfach, effektiv und schenkt dir kleine Inseln der Gelassenheit im Alltag.
Jetzt reinhören! In unserem pulsnetz.de Campus haben wir ein 9-minütiges Autogenes Training für dich:
Unser Tipp: Melde dich gleich für den kostenfreien Kurs im März an und sichere dir deine Auszeit!
Infos & Anmeldung zum Autogenen Training
Gönn dir diesen Moment der Ruhe – du hast ihn verdient.
23. Türchen
Nachhaltigkeit – Mehr als nur ein Trend bei Veränderungen
Veränderungen in der Sozialwirtschaft? Viele denken dabei zunächst an Digitalisierung, neue Prozesse oder innovative Produkte. Doch ein Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung: Nachhaltigkeit. Ist das einfach nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste? Ganz und gar nicht! Nachhaltigkeit sollte bei jedem Veränderungsprozess von Anfang an mitgedacht werden – und das aus gutem Grund.
Warum? Weil Nachhaltigkeit nicht nur „Öko(logisch)“ bedeutet. Es geht auch um ökonomische und soziale Aspekte. Wer heute Veränderungen anstößt, sollte sich genauso fragen: Wie wirken sich diese auf unsere Umwelt aus? Wie sichern wir die wirtschaftliche Zukunft unseres Betriebs? Und wie schaffen wir faire Bedingungen für Mitarbeitende und Klient*innen?
Der Gesundheitssektor ist für ca. 5,2% der gesamtdeutschen CO₂-Emissionen verantwortlich – hier gibt es also viel Potenzial, mit kleinen und großen Schritten nachhaltiger zu werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Gesetzliche Vorgaben, wirtschaftlicher Druck und die Erwartungen von Mitarbeitenden und Gesellschaft fordern nachhaltiges Handeln ein.
Und: Nachhaltigkeit zahlt sich aus! Wer Ressourcen spart, spart oft auch Zeit und Geld. Ein nachhaltiges Image macht Unternehmen attraktiver – für neue Mitarbeitende und für die Menschen, die die Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Sie fragen sich, wie Sie starten können? Ein erster Schritt ist der neue MuTiG-Nachhaltigkeits-Check. Damit können Sie unkompliziert prüfen, wie nachhaltig Ihr Unternehmen bereits aufgestellt ist – und erhalten individuelle Tipps für die nächsten Schritte. Probieren Sie es aus und machen Sie Nachhaltigkeit zum festen Bestandteil Ihrer Veränderungsprozesse. Vielleicht ist es gerade hier nicht Mut, den es braucht, sondern die bewusste Entscheidung für Ihre Einrichtung, das Thema zu berücksichtigen und Schritt für Schritt – egal ob klein oder groß – zu integrieren.
24. Türchen
Weihnachten – das Fest der vorweggenommenen Zukunft
Gastbeitrag von Prof. Dr. Traugott Schächtele
Wann beginnt die Zukunft? Heute? Erst morgen? Oder gar noch später? Heute ist Heiligabend. Für mich ist das ein Tag, an dem ich daran erinnert werde: Die Zukunft, vor allem eine gute Zukunft hat längst begonnen. Unter ziemlich herausfordernden Umständen!
Ein altes Bild bringt das auf den Punkt. Zu sehen ist es auf dem Cover zum diesjährigen Ökumenischen Hausgebet der Arbeitsgemeinschaft christlichen Kirchen in Baden-Württemberg (ACK). Das Bild stammt aus einem alten Gebetsbuch mit Texten aus der Bibel und aus der Gebetstradition der Kirche im 15. Jahrhundert. Gemalt wurde es also vor 600 Jahren. Unter heutigen Bedingungen ist auf dem Bild zunächst nichts Ungewöhnliches zu sehen. Eine weitere alte Darstellung des weihnachtlichen Stalles eben. Aber der zweite Blick verändert alles. Ich entdecke, dass auf diesem Bild alte Rollenklischees nicht mehr gelten. Für damalige Verhältnisse stellt dieses Bild die Wirklichkeit geradezu auf den Kopf.
Eine ungewöhnliche Darstellung der Ereignisse, an die jeder Heiligabend erinnert! Maria und Joseph – aber mit vertauschten Rollen! Joseph, mit blauem, würdigen, Beingewand, sitzt auf dem Boden und wiegt das Kind. Maria, in Gold gekleidet, sitzt im Bett, über das quer eine golden gepunktete Decke in festlichem Rot gelegt ist. Sie liest ganz entspannt in einem Buch, während Joseph sich um das Neugeborene kümmert und mit der Care-Arbeit beschäftigt ist. Ein provozierender Rollenwechsel! Zukunft, vorweggenommen vor 600 Jahren. Eine Zukunft, die die Künstlerin oder der Künstler mit diesem Kind verbinden. Zukunft, nicht vorweggedacht in einem Think-Tank oder durchgesetzt in einem aktuellen, aufwendigen politischen Prozess. Nein, Zukunft ganz einfach schon damals vorgelebt und umgesetzt.
Manchmal stellt die Zukunft die Gegenwart eben einfach auf den Kopf. Das ist gut so. Heiligabend und Weihnachten erinnern mich daran. Wir haben noch einiges zu tun, bis die Welt so aussieht, wie sie nach Gottes Willen sein sollte. Wie sie irgendwann auch werden wird. Ein kleines Stück erlebter, vorweggenommener Zukunft wünsche ich Ihnen heute. Ob zu Hause. Oder im beruflichen Einsatz. Die Zukunft beginnt überall. Sie beginnt heute. Gerade an Heiligabend. Dem Beginn der Nacht der vorweggenommenen Zukunft. Ich hoffe, dass ich ganz leise auch ein paar Engel höre, die vom Frieden auf der Erde singen. Auch eine Hoffnung, die die Gegenwart auf den Kopf stellt. Wann, wenn nicht an Weihnachten!