Spiritueller Impuls: Verantwortlich für mein Glück

Verantwortlich für mein Glück

Gastbeitrag von Sr. Irmgard Richter - Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. 

Wer oder was macht Sie glücklich? Wer oder was steht Ihrem Glück im Weg? Oft sind es Menschen, die zu meinem Glück beitragen: der Partner, die Freundin, das Kind, der Kollege, die Nachbarin… Und oft sind es Menschen, die mein Glück stören. Weil das so ist, wollen wir die anderen gern verantwortlich machen für unser Glück. Das sind sie aber nicht.

Zwischenmenschliche Beziehungen haben tatsächlich den stärksten Einfluss auf unser Glück. Doch wenn wir sie nur pflegen, um glücklich zu werden, verpassen wir das Glück sehr wahrscheinlich. Die Psychologie weiß, dass Glück ein „Nebeneffekt“ ist, wenn wir lieben, wenn wir unsere Werte leben, Sinn erfahren oder unser Schicksal annehmen. Wer Glück als Lebenszweck direkt anstrebt, verfehlt es oft.

Wenn wir unsere Mitmenschen für unser Glück oder Unglück verantwortlich machen, begeben wir uns in eine ungute Abhängigkeit von ihnen. Wir sind dann auf sie angewiesen, fühlen uns vielleicht als ihr „Opfer“ oder „verfolgen“ sie mit unseren Ansprüchen und Vorwürfen. Herausfordernd, aber befreiend ist der Gedanke: Nichts, was ein anderer Mensch tut oder nicht tut, darf mein Wohlbefinden beeinträchtigen.

Im Internet fand ich das: „Menschen machen sich selbst glücklich durch die Pflege von Gesundheit, starken sozialen Beziehungen, dem Leben nach eigenen Werten, Dankbarkeit für kleine Momente und dem Annehmen von Herausforderungen und neuen Erfahrungen.“