Welt-Erste-Hilfe-Tag: 1. Hilfe im Alltag

Am 13. September rufen die Nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds weltweit zum Welt-Erste-Hilfe-Tag auf. Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, lebensrettende Maßnahmen zu erlernen und im Alltag anzuwenden – denn Erste Hilfe kann Leben retten.

Um die Hemmschwelle zur Hilfeleistung zu senken, wurden die Erste-Hilfe-Maßnahmen in den letzten Jahren deutlich vereinfacht. So gilt heute nach aktuellem wissenschaftlichem Stand: Bei einem Herzstillstand ist die Herzdruckmassage allein bereits ausreichend, um die Sauerstoffversorgung über den Blutkreislauf aufrechtzuerhalten.

Eine wertvolle Unterstützung bieten Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED). Diese Geräte können auch von Laien eingesetzt werden und leiten die Helfenden Schritt für Schritt durch den Wiederbelebungsprozess. Sie sind leicht zu erkennen – durch ein grünes Schild mit einem Herz und einem Blitzsymbol – und befinden sich häufig in der Nähe öffentlicher Gebäude oder Plätze. Halten Sie doch bei Ihrem nächsten Spaziergang einmal Ausschau!

Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs? Bei vielen liegt dieser über zehn Jahre zurück. Höchste Zeit für eine Auffrischung! Auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes finden Sie aktuelle Kursangebote sowie hilfreiche Kurzvideos zu verschiedenen Notfallsituationen:
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/

Erste Hilfe wird mittlerweile nicht nur „körperlich“ gedacht. Mental Health First Aid (MHFA) ist ein Schulungskonzept, das Laien befähigt, Menschen mit psychischen Problemen oder in akuten seelischen Krisen zu unterstützen – vergleichbar mit einem Erste-Hilfe-Kurs für körperliche Notfälle. Ziel ist es, frühzeitig Anzeichen psychischer Erkrankungen wie Depression, Angststörungen, Suizidalität, Psychosen oder Substanzmissbrauch zu erkennen, angemessen zu reagieren und Betroffene zu ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.